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Mental Load

Ich weiß noch, als ich das erste Mal über den Begriff Mental Load gestoßen bin. Das war ein echter Gamechanger, da ich endlich einen Begriff für das hatte, was mich schon lange beschäftigt und belastet hat.

Falls du noch nichts mit dem Begriff anfangen kannst, hier nochmal eine Definition und auch direkt ein passendes Beispiel (beides stammt von Equal Care Day):
„Mental Load bezeichnet die Last der alltäglichen, unsichtbaren Verantwortung für das Organisieren von Haushalt und Familie im Privaten, das Koordinieren und Vermitteln in Teams im beruflichen Kontext sowie die Beziehungspflege und das Auffangen der Bedürfnisse und Befindlichkeiten aller Beteiligten in beiden Bereichen.“
„Wer ein Kind zum Termin bei der Kinderärztin bringt, übernimmt Care-Arbeit und hilft mit. Die Mental Load trägt aber die Person, die darüber hinaus die Ärztin und Adresse recherchiert hat, sich über Kinderimpfungen informiert und darüber entschieden hat, die an den Termin erinnert, ihn vereinbart hat, ohne dass er mit anderen Verabredungen kollidiert, die weiß, wo der Impfausweis liegt und dass das Kind für den Folgetag eine Entschuldigung fürs Schulschwimmen braucht.“

Dieses Beispiel macht deutlich, dass es eben keine Entlastung darstellt, wenn man lediglich die Ausführung einer Aufgabe (in diesem Fall, den Termin wahrzunehmen) delegiert, denn die eigentliche Arbeit ist bereits im Vorfeld erfolgt. Insbesondere die Tatsache, dass diese Aufgaben häufig unsichtbar sind, trägt zum Problem bei. Denn was nicht sichtbar ist, kann nicht wertgeschätzt werden. Es die Kluft zwischen der Tatsache, dass man permanent gestresst und überfordert ist und es gleichzeitig aber nicht in Worte fassen und für andere verständlich machen kann.

Was hilft: Verantwortung teilen. Alle Aufgaben sichtbar machen und Aufgabenpakete verteilen.

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